Gerber
Elisabet und ich machten bei bestmöglichen Wetter einen Schneeschuhausflug mit einem meiner damaligen Mitbewohner namens Santi. Wir schliefen von einem Freitag im März 2005 auf den darauf folgenden Samstag in einem viel zu teuren bed & breakfast (without breakfast) in Salardou im Vall d'Aran, kreuzten am nächsten Tag den Höhenpass des Port de la Bonaigua, parkten kurz dahinter auf einem Parkplatz für das bekannte Skigebiet Baqueira, schnallten die Schneeschuhe um, zogen jegliche warme Kleidung aus und gingen los.
Der Weg sollte uns zu einer klitzekleinen Schutzhütte namens Mataro am Fusse des Berges Gerber (ich glaube, ein 2600er) führen, den wir am nächsten Tag besteigen wollten.
Die Landschaft war einmalig weiss und gespickt mit Detaills wie zugefrorenen Bergseen, Bächen, eingeschneiten Wäldern usw. Nur die gnadenlos brennende Sonne machte uns zu schaffen

Weiter oben hatten wir auch kein schlechtes Gefühl mehr die Seen zu kreuzen und vertrauten der Eisdecke. Im folgenden Bild sieht man bereits den Fuss des Gerber.
Ein kleines Stück weiter oben, auf 2460m, lag dann auch unsere kleine Hütte. Wenig später kamen zwei echte Bergsteiger namens Xavi und Josep Maria. Letzterer hatte bereits zwei 8000er ohne Sauerstoff bestiegen, darunter keinen geringeren als den Mount Everest. Santi, der auch schonmal im basecamp des Mount Everest war konnte sich skurrilerweise mit ihm über Verkehrsprobleme in Katmandu unterhalten.
Wir waren alle guter Dinge.
Leider ging es Elisabet am nächsten Tag wegen irgendwelcher mir völlig schleierhaften Frauenprobleme und einer nicht auskurierten vorangegangenen Virusinfektion nicht besonders gut, so dass wir statt aufzusteigen wieder zum Auto abstiegen. Santi, der sein Snowboard dabei hatte wurde nun dafür entschädigt es dort hochgeschleppt zu haben.
Es war trotz mangelnden Gipfels ein schöner Ausflug, den ich sehr gern wiederholen möchte. Hoffentlich dann wieder mit ähnlich spektakulärem Wetter und vielleicht ja sogar mit Santi und Lisa?
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