Monday, March 14, 2005

"La torca del carlista"

Ich weiss, wenns um Höhlen geht, dann vergesse ich schnell, dass das andere vielleicht nicht unbedingt interessiert ist mir aber egal.

Mir ist da letztens was ganz besonders Geiles passiert:

Und ich bin wieder da, bzw. hier um zu berichten. Am Freitag nach der Arbeit, ich spreche vom Freitag den 11.03.05, also um Punkt 19.00 Uhr war es soweit: mein zweiter Angriff auf Cantabria. ich hatte all meinen Kram im Büro, von wo mich Txema abholte, wir sackten noch Marta und Lídia ein, und rauf auf die Bahn - linke Spur rechtes Pedal.

Nach etwa 500 km zeigte die Kühlwassernadel rot. Komisch, dass der Motor im Winter so warm wird, oder? Wir hielten auf einem Parkplatz an, öffneten die Haube unter der es so herausqualmte und siehe da, das Kühlwasser - es kochte. Und der Ventilator funktionierte nicht. Auf meinen Rat überprüften wir die Sicherung des Ventilators - heile. Ich war - im glauben dass die Kühlwasserpumpe hin ist - für den ADAC, aber Txema wollte lieber ausprobieren wie sich die Sache entwickelt, wenn wir erstmal über die Bergkuppe dahinten rüber sind. Wir warteten eine halbe Stunde bis die Temperatur wieder normal zeigte und fuhren etwa 2 km weiter. Diesmal hielten wir auf dem Standstreifen der Autobahn an. Die Kuppe immernoch vor uns. Noch diskutierend was zu tun ist (ich plädierte weiterhin für den ADAC und war – schlechte Erfahrungen vergisst man nicht – strikt dagegen den Motor wieder anzuschmeissen) kam die Polizei auf der feindlichen Spur, stoppte, kletterte über die Planke und kam zu uns herüber. Als ich sie sah, sagte ich zu Txema, er solle schnell das Warndreieck rausholen und es hinten auffstellen damit es keinen Ärger gibt. Seine Leuchtweste hatte er da schon an. Ist Pflicht in Spanien. Das Wasser kochte nicht mehr als wir alle zusammen den Motorraum begutachteten, es war nämlich keines mehr da. Irgendwer traute sich sogar den Kühlwasserpott zu öffnen. Die Polizei hatte kein Kühlwasser im Auto mit dem sie uns hätte aushelfen können, weshalb sie auf die Idee kam einen Lkw anzuhalten. Gesagt getan. Der Lkw-Mensch füllte das Kühlwasser auf, aber da fand Txema schon den kaputten Keilriemen der Kühlwasserpumpe.
Ok, Versicherung (nicht ADAC) angerufen, Abschlepper angerufen und warten. Dann kamen erstmal unsere 4 Kumpels, Toni mit Nuri, dem Edu und der anderen Marta, die 2 Stunden nach uns aus Manresa aufgebrochen waren, dann kam ein von der Versicherung bestelltes Taxi um die Reise fortsetzen zu können und dann kam auch der Abschleppwagen. Txema und unsere Marta fuhren mit dem Abschlepper mit, in der Hoffnung den Wagen Samstag wieder fitmachen zu können, die Lídi und ich fuhren mit dem Taxi die letzten 250 km bis zum Bungalow nach Cantabria. Und der andere Wagen mit den 4 anderen fuhr mit uns. Ich lernte vom redseeligen Taxifahrer – der vorher schon geschlafen hatte bevor ihm die Versicherung anrief - dass Katalanen und Basken Extremisten sind wie Hittler, etwas was mir die Katalanen bislang verschwiegen hatten.
Wir kamen um 3.30 morgens an den cantabrischen Bungalows an. Schlafen. Um halb 11 kam der Anruf von Txema: Auto fit, in 3 Stunden sind wir in Cantabria, wir treffen uns auf dem Parkplatz von wo aus wir zu Fuss zur Höhle raufklettern. So war es. Der etwa einstündige Aufstieg war relativ schwer, und es war klar, dass wir uns runter einen anderen Weg werden suchen müssen.


Letzte Vorbereitungen

Um etwa kurz vor 15.00 kletterten die ersten (Txema und Jordi) rein um zu installieren. Es folgten unsere Marta, der Joan, die andere Marta (die von Jordi) und ich als 6. um etwa 16.00 uhr. Nach mir kam der Edu, die Lídi, Nuri und ihr Toni.

Wider erwarten war es drinnen total nass. Draussen lag eine Menge Schnee und die Temperatur war dort in der Sonne relativ hoch. Es waren keine richtigen Wasserfälle wo wir uns abseilten aber überall tropfte es fürchterlich doll. Trotz wasserabweisendem Höhlenanzug merkte ich nach etwa 1,5 Stunden wie mir das Wasser den Rücken runterlief um von der Unterhose aufgesaugt zu werden. Achja, und von den Socken in den Gummistiefeln... um etwa 18.oo Uhr waren wir alle 8 Leute (von 10) unten auf -150m in einem Riesensaal. Der letzte Abseilakt waren 100 m freihängend ohne Sichtkontakt zu gar nix, ausser 5 Lichtpunkten gaaaanz weit unten. Die Acethylenflammen der 5 „Kumpels“ die ich vor bzw. unter mir hatte.

2 Leute seilten sich nicht selbigen Schacht hinunter, und das war dummerweise meine Schuld, ich geh mal kurz drauf ein:

Man kommt durch einen vertikalen, nicht allzuweiten Korridor zu einem Loch im Boden. Ein unendlich tiefes Loch. Ein weisses Seil hängt in dieses Loch hinein und verliert sich in der Tiefe. Echo und Hall deuten auf einen verdammt grossen (und hohen) Raum hin, durch dessen Decke man nach unten hineinguckt.

Das lange, lange, lange 110 m Seil war am oberen Ende nach allen Regeln der Kunst an zwei Punkten im Fels verankert, und zwar an zwei sich im Abstand von 1,5 – 2 m gegenüberliegenden Wänden. Dementsprechend ein Y formend, dessen unterer Arm 100 m lang ist. Am Knotenpunkt des Y ist ein Knoten, an dem sich eigentlich ein Karabiner zum Einhaken hätte befinden sollen. Tat er auch, allerdings hinter dem Knoten, wo ich ihn nicht sah. Da ich ihn nicht sah tat ich so als wäre er nicht da und tat was zu tun ist wenn er nicht da gewesen wäre. Die beiden kurzen Arme des Y sind doppelte Schlaufen, die vom Knoten zur Wandverankerung führen und wieder zurück zum Knoten. Von jeder Schlaufe nahm ich ein Seil und klippte einen meiner Karabiner an diese beiden Seile. Mein Karabiner ist an einem etwa 30 cm langen dynamischen Seil (die kurze Baga) dran, das wiederum an meinem Klettergurt dran ist. Ich habe noch eine lange Baga, etwa 40 cm lang. Dessen Karabiner hing, ebenfalls nach allen Regeln der Kunst, am Seile mit dem ich von oben runterkam, genau über dem Mittelknoten des grossen Y. Dieses Seil hängt nicht stramm, sondern unten etwas durch, genau da an jener Durchhängstelle bin ich eingehakt. Da ich also an zwei Punkten gesichert bin (die kurze Baga an den beiden Armen des Y, und die lange Baga im "Bauch" des von oben kommenden Seils) kann ich meinen Apparat mit dem ich mich abseile und an dem ich in jenem Moment hänge vom oberen Seil entfernen. Ich nehme also, in 100 Metern Höhe hängend, den Apparat (er ist von Petzl und heisst „Stop“) ab und friemel ihn an den langen Arm des Y ran - das Seil an dem ich mich weiter abseilen möchte. Jedoch kann ich mich in diesem Moment nicht weiter abseilen, da ich mit den beiden Bagas noch an den zwei anderen Punkten gesichert bin. Zunächst muss ich die kurze Baga abnehmen.....geht aber nicht. Seit ich den Stop vom oberen Seil abgenommen habe, hänge ich an der kurzen Baga. Um den Karabiner der Kurzen zu öffnen und ihn abzunehmen muss ich ihn ein Stück nach oben bewegen, und dafür darf ich natürlich nicht drinnenhängen. Das ist wie bei Baron Münchhausen, der sich an seinem Schopf aus dem Sumpf zog. Ich muss also irgendwie zunächst mein eigenes Gewicht überwinden. Ich ziehe mich also mit dem rechten Arm, den Y-Knoten fassend und soviel Halt wie möglich mit den Füssen an den beiden sich gegenüberliegenden Wänden suchend, hoch, um dann mit der linken Hand den Karabiner zu öffnen und abzunehmen. Geht aber (verdammte Scheisse nochmal) nicht. Die beiden kurzen Arme des Y gehen nämlich in einem so grossen Winkel auseinander, dass mein Vorhaben mit nur einer Hand einfach nicht zu bewerkstelligen ist.

Naja, Edu kam nach einer Weile am Seil von oben, in dem ich ja nun nicht mehr hing, bis zu mir runter, und zusammen schafften wir es dann den Karabiner abzunehmen, obwohl selbst das noch echt schwierig war: ich musste einen meiner Apparate zum Seilhochklettern wieder an das obere Seil ranmachen, mein ganzes Gewicht vom unteren Seil nehmen (In diesem Moment hingen wir beide im oberen Seil), Edu drückte die beiden kurzen Arme des Y kurz über dem Knoten zusammen, damit sich deren Öffnungswinkel verkleinert und ich wrang den Karabiner heraus.

Ei....das hat so lange gedauert (vielleicht etwa eine Viertelstunde) dass Nuria irgendwo über mir, da sie die ganze Zeit in einem nahezu Wasserfall hing, so nass und kalt war, dass sie beschloss wieder hochzuklettern und die Höhle Höhle sein zu lassen. Und ihr Freund Toni begleitete sie hoch, was für mich später noch fast zum Verhängnis werden sollte. Dann seilte ich mich also die 100 Meter runter. Zuerst musste ich das Seil manuell durch den Stop stopfen (das ist nicht der Grund warum er so heisst), da es durch’s eigene Gewicht (100 m nasses Seil) bremste. So ein Seil ist echt schwer, wenn man es mit einer Hand hochheben muss.

Die Topo der Torca - man sieht wunderbar wo man sich die 100m tief abseilt.


Die andere braucht man um den Stop mit Hilfe eines Hebels zu entbremsen. Das ist eine Noteinrichtung, denn sobald man den Hebel nicht mehr drückt, blockiert der Apparat und man rauscht nicht im Affenzahn das Seil runter bis man unten aufschlägt. Gute Idee, so ein Hebel. Das Seil bremst also wenn es lang ist durchs eigene Gewicht. Das ist wie beim Abseilen mit einer 8 wenn einer von unten am Seil zieht. Aber nach vielleicht 20 Metern – wenn unter einem nur noch 60 meter „ziehen“ - fing es langsam an zu rennen, und zum Bremsen muss man es dann hochheben, damit es Reibung am eisernen Bremskarabiner erzeugen kann. Und dabei wiegt es aber immernoch recht viel und schneidet sich ausserdem ins Fleisch, konkreterweise in die „Schwimmhaut“ zwischen Daumen und Zeigefinger, in der man es führt. Logisch, es ist schliesslich ein schweres Seil, dass da ziemlich schnell durchwill und aber echt krass reibt. Deshalb ist es auch zu empfehlen Handschuhe zu tragen und diese immer dann zu erneuern bevor sie durchgescheuert sind. Und gleichzeitig wird der Stop in der rechten Hand durch die Reibung immer heisser und heisser und heisser (auch da bewirken Handschuhe Wunder). Da das Seil ja nass ist fängt der Apparat dann zu zischen an (ganz schön doll sogar) und es steigt Dampf auf. Beeindruckend. Wenn man das vorher nicht wüsste, dann könnte man dadurch eventuell sogar nervös werden. Und während man sich so abseilt, muss man ja nicht unbedingt auf den Stop glotzen, sondern kann stattdessen die Aussicht während der Abseilung geniessen: man sieht GAR NIX, weil die Galerie so riesig ist, dass man ausser der 5 kleinen Lichtpunkte da unten nur Dunkelheit ausmachen kann. Naja, man sieht noch das kleinfingerdünne Seil, das sich oben und unten nach ein paar Metern in der Dunkelheit verliert. Doch auch ohne ist es irgendwie schön. Und eindrucksvoll. Und sobald man endlich unten ist, nimmt man schnellstens den Stop ab damit er, jetzt wo er sich ja nicht mehr bewegt, nicht das Seil „verbrennt“ und ...tja ist man eben unten.

Auch mit Handschuhen freut man sich darüber. Und man wartet dass die Anderen auch runterkommen. Als wir dann alle (ausser Toni und Nuri) am Boden waren hatten unsere Martas keine Lust auf die bevorstehende Exploration des Saales und kletterten wieder hoch, während wir anderen aufbrachen. Nach etwa 1 Stunde Fussmarsch immer den Steinmännchen folgend über eine abfallende Gerölllawine wirklich grosser Brocken sahen wir zum ersten mal eine Wand. Die Höhle ist einfach riesig. (Es handelt sich um den zweitgrössten, bisher entdeckten, unterirdischen Saal Europas) Und gaaanz weit hinter und über uns hing eine Marta im Seil. Hochkletternd. Krass weit weg. Wenn sie der anderen Marta etwas zuschrie, dann konnte man gerade noch so ihre Stimme hören, über den Lärm des Regens hinweg der stetig von der Decke tropfte. Ab da gingen wir dann etwa 1,5 Stunden der Wand folgend weiter runter. Das ist wie nachts in den Bergen. Es gibt mehr oder weniger ausgelatschte Wege, Steinmännchen, viel Regen (!) und, naja auch Stalagmiten. und später als wir schon an der Wand waren und die Decke tiefer hing auch tausende und tausende von Stalagtiten und Säulen und und und. Wirklich schön. Und in allen Farben. Naja, zumindest in allen Brauntönen. Und immer weiter runter, und immer mehr Formationen. Auch gab es einen Riss in der Decke und deshalb eine Linie von Stalagtiten, und genau darunter am Boden eine mit Stalagmiten. Kurios. Die bemerkenswerteten Höhlendinge die ich bisher sah, habe ich jenen Samstag gesehen. Und irgendwann waren wir unten. Eigentlich hätten es -349 m sein sollen. Jedoch glauben wir, dass wir kurz vor dem tiefsten Punkt vom Weg abgekommen sind. Wahrscheinlich waren es nur -330 m. Dort machten wir ein Picknick und kehrten um. Diesmal fast 200 Höhenmeter zu Fuss bergauf. Achja....und da der Freund der nassgeregneten Nuri die ja meinetwegen umkehrte ebenfalls umgekehrt war und aber den kommunalen Wasservorrat bei sich hatte....ohne Wasser. Und sooo ein Durst. Als wir wieder am Seil waren (das Wort kam schon lange nicht mehr vor), Stunden später, hatte ich ein down. Wie ein Zuckermangel, bloss dass ich beim Gedanken an Essen fast kotzen musste. Und Durst hatte ich aber keinen mehr. Aber ich dachte mir schon, dass da ein dehidratación vorlag. So etwas wurde mir mal geschildert. Und eben kein Wasser. Ich lag da also so auf dem Rücken und es ging mir total scheisse und ich hatte Angst vorm Aufstieg. Ich sah mich echt nicht in der Lage die 100 Meter und danach noch 60 weitere hochzuseilen. Und da stellte sich dann heraus, dass Joan einen 0,33 l privaten Wasservorrat bei sich trug. Und krass....ich trank, und nach 2 Minuten gings mir halbwegs gut. Und ich trank den Rest auch noch, und nach weiteren 2 Minuten war ich wieder topfit. Aber ohne Wasser wäre ich wohl abgeklappt. Klar, in der Höhle gab es irgendwo irgendwelche Pfützen, das hätte bestimmt auch geholfen, jedoch ist das ja Tauwasser vom Schnee und mit Pferdekacke, das prinzipiell keine Salze enthält (das Wasser meine ich, die Kacke vielleicht schon). Keine Ahnung wieviel Salze selbiges Wasser nach dem Durchdringen von 60 m Erdreich hat. Wär wohl schon gegangen. Zumindest wäre ich schonmal 100 Meter weiter oben gewesen bevor der Durchfall gekommen wäre...

Hochklettern war gar kein Problem, und da wir nämlich 2 110 m Seile installiert hatten, was ich bislang verschwiegen habe, konnten Edu und ich uns während des Aufstiegs unterhalten. Ist ja auch irgendwie viel besser als 30-40 Minuten lang mit seinen Gedanken (meine, nicht die von Edu) allein tierisch hoch am Seil zu hängen und sich genausolang die unterschiedlichsten Gründe auszudenken, warum die Schnur reissen könnte. Oder der Klettergurt. Oder der „maillon“, so eine Art Eisendreieck, und die einzige Verbindung zwischen Klettergurt und sämtlichen Apparaten und somit auch die einzige Verbindung zum Seil. Ach, und war der Fels da oben, da wo die Verankerungen sind nicht ganz schön spröde? Und wieviel hält eigentlich so ein Seil wenn es nass ist? Und wenn nur eine Verankerung rausfliegt, und ich 50 cm falle bis die zweite Verankerung wirkt....ich wiege mit nassen Klamotten etwa 80 kg, das nasse Seil wiegt auch ganz gut, sagen wir da sind 100kg die einen halben Meter fallen...bei einer plötzlichen Kraft von 5000 N, also etwa 500 equivalenten kg zerstören die Zähne der Hochkletterapparate das Seil....war schon ganz gut sich unterhalten zu können!
Erstmal oben kletterte zuerst Edu weiter hoch (obwohl ich als erster oben war), als er das Seil freigab verliess ich meines (nach allen Regeln der Kunst) und schrie denen unter mir (Joan und Lídia) zu, dass auch mein Seil nun frei sei, damit sie den Aufstieg beginnen können. Ich wartete im Seil hängend etwa zehn Meter weiter oben zunächst 30 Minuten bis die beiden die 100 m oben waren, um dann noch etwa 40 weitere Minuten oder mehr am gleichen Punkt zu warten bis sie eines der langen Seile im Rucksack hatten. Joan kletterte mit dem Rucksack zu mir hoch, übergab ihn mir, und ich kletterte weiter zu Edu hoch wo ich ihm den Sack übergab und auf das andere lange Seil wartete. Das dauerte nochmal so 25 Minuten. Und obwohl es ungemütlich ist hängend zu warten, sich der Klettergurt einschneidet, es nass ist und man ohne Bewegung tierisch friert will ich mich da keineswegs beschweren....Lidia und Joan arbeiteten die ganze Zeit hart um die Seile einzusacken, ebenfalls hängend und ausserdem an noch viel viel nasseren Orten.

Irgendwann waren wir dann doch noch alle aus der Höhle raus. Klitschnass und nach so vielen Stunden echt erschöpft. Und draussen war nicht nur Schnee, was wir ja vorher wussten, sondern ausserdem war es dunkel. Auch das war jedoch klar. Aber ausserausserdem waren es ich weiss nicht wieviel Grad unter Null. Brrrrrr....kalt. Behält man die nassen Sachen an, oder leert man nur das Wasser aus den Gummistiefeln aus oder zieht man sich in der Kälte nackig aus um sich dann trockene Sachen anzuziehen? Und wenn man weder ein trockenes T-shirt noch eine Unterhose dabei hat? Oder wie Edu keine trockenen Socken? Ich zog mich aus und verzichtete auf’s Shirt und die Unterhose, und meine Freundschaft ging jedoch nicht soweit dem Edu meine einzigen trockenen Socken zu überlassen (danke übrigens für deine Hilfe zuvor), geschweige denn der Lídia einen trockenen BH.

Dreckige, nasse, schlammige ekelig durchgeschwitzte Höhlenklamotten? Scheissegal, rein in den Rucksack, zu kalt um Plastiktüten zu suchen. Wo entlang gehen wir runter um den Aufstiegsweg zu vermeiden der so schwer war? Keiner von uns hatte Lust nachzudenken. Zu fertig. Wir gingen ungefähr genau da runter wo wir 12 Stunden zuvor hochgekraxelt waren. Wir rutschten zwar ab und zu aus und liessen die Rucksäcke (jeder von uns trug einen privaten und einen weiteren mit Seilen und andern Dingen) fallen, aber irgendwann kamen wir unten an, wo Txema und Jordi ausgeschlafen und in vorgeheizten Autos auf uns warteten. Etwa um 4 Uhr morgens waren wir dann an den Bungalows, uns wurde von den beiden Martas die geilsten Spiegeleier serviert das ich je zu mir nahm, duschen und in die Heia.
Puh!!
Alles zusammen hat etwa 100 Euro gekostet.
Und was machen wir nächstes Wochenende?

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