Avenc dels Esquirols
Der Eingang zur Höhle besteht aus 3 relativ grossen Löchern (jeweils etwa 4m x 4m) im Boden und befindet sich nur etwa 30 Meter vom Parkplatz entfernt. Zu meiner Verwunderung sind die Löcher nicht umzäunt, so dass meines Erachtens nach gerade die im Wald spielenden Kinder aus der angrenzenden Siedlung leicht hineinfallen könnten. Der Sturz wäre etwas über 20m tief und somit wahrscheinlich mehr als nur schmerzhaft.
Da Lídia und Joan je einen Einstieg installierten und wir folglich an zwei Seilen parrallel absteigen konnten, waren wir bereits nach kurzer Zeit alle drinnen. Es folgten einige sehr schöne Schächte von denen die meisten eher lang waren und mit wenig Zwischenverankerungen. Der längste Schacht war 40m tief, alles an einem Stück und mit einem super Seil. Selten ist Abseilen so schön.
Zum Ende hin wurde die Höhle etwas feuchter – es tropfte je weiter wir nach unten kamen immer mehr von der Decke – und deshalb ungemütlicher. Da wir in den letzten beiden Schächten seltsamerweise keine geeigneten spits (Metallhülsen mit Innengewinde) mehr in den Wänden fanden, in die unsere Schrauben für die Installation der Seile passten, dachten wir bereits, wir wären von der Route abgekommen, jedoch stimmte der Topografieplan auch weiterhin mit der vorgefundenen Höhle überein. Am vorletzten, 36m tiefen, Schacht konnten wir das Seil noch an zwei natürlich Vorsprüngen befestigen aber für die letzten 18 Meter fanden wir keine Befestigungsmöglichkeiten mehr, so dass wir nicht bis ganz nach unten kamen, sondern bei etwa -165m umkehrten. Es waren zwar einige spits da, jedoch waren sie für 10 mm Schrauben, was echt komisch ist, da eigentlich Allewelt dasselbe 8mm-System benutzt, wie auch wir (oder ganz auf Verankerungen verzichtet, die Schrauben benötigen). Wahrscheinlich waren jene spits schon sehr alt und sind mittlerweile aus der Mode gekommen. Aber wenn die Höhle doch so ein Klassiker ist, wieso ist sie nicht bis nach unten hin ausgerüstet? Es fällt mir schwer, mir vorzustellen dass schon lange niemand mehr so tief in sie vorgedrungen ist. Seltsam. Eine eventuell näher liegende Erklärung wäre, dass die 10mm spits moderner sind als unsere - 10mm sind schliesslich auch sicherer als 8mm - die würde mich jedoch fast noch mehr wundern, da ich stets der Annahme war wir seien eine moderne - und stets sicherheitsphile - Höhlengruppe
Die Hauptarbeit der Desintallation machte Jose mit meiner Hilfe und etwa 60m machte ich mit seiner Hilfe. Wir kamen selbstverständlich als letzte aus der Höhle, und zwar als es gerade dämmerte.
Ich genoss diesen Ausflug wegen der schönen langen und geradlienigen Schächte wirklich sehr und ging Elisabet während des Rests des Tages mit meiner Schwärmerei wahrscheinlich schon auf die Nerven.
Noch was: Wenn Ihr mal ein Auto in Vallirana stehen lassen müsst, macht Euch keine Sorgen. Die ganze Zeit über, die wir in der Höhle verbrachten - also praktisch den ganzen Tag lang – liessen wir an Joses Auto die Kofferaumtür sperrangelweit offen, und es fehlte bei unserer Rückkehr nichts. Selbst mein Geld wollte dort niemand haben. Die Gegend dort ist so nobel, dass es – ausser an Sicherheitszäunen für das Überleben des Nachwuchs– an nichts mangelt.
2 Comments:
Hi Dirk,
habe alle deine Artikel durchgelesen, geil die Höhlerei!
Ich gehe auch viel in Höhlen und war schon einmal in Spanien, aber ganz im Süden. Dazu kannst du etwas lesen auf: http://www.speleoclub-guano.de (unter Berichte)
meine e-mail: speleo_guano@gmx.de
Ich würde mich über eine Kontaktaufnahme sehr freuen...
Viele Grüsse
Frank
Saludos der K, curioso que hayas ido a ahablr en mi Blog. el tuyo esta todo en Aleman, asi que no me entero de nada, pero veo por las fotos, que te lo pasas estupendamente. Muchas gracias por tu apoyo.
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