Sunday, July 23, 2006

Avenc de carbonera: -84m


Am Samstag den 22. machten Joan, Txutxe und ich eine kleine Höhlenexkursion im Naturpark St. Llorenç de Munt. Die Höhle heisst Avenc de la Carbonera und ist nur 84 Meter tief, doch wurde uns gesagt, dass sie durchaus lohnend sei. In Monistrol de Caldes, etwa 30 Minuten von Manresa entfernt, fruhstückten wir, und danach fuhren wir noch etwa 15 weitere Minuten, bis wir zum Parkplatz kamen. Nun erwartete uns ein etwa 45 Minuten dauernder Fussmarsch -natürlich bergauf – um zum Einstieg zu gelangen. Trotz der relativ frühen Stunde (etwa 10.30 uhr) war es schon sehr sehr warm, und wir schwitzten erbärmlichst.
Am Einstieg angelangt suchten wir den Schatten um uns umzuziehen, das Höhlengerödel anzulegen, die Seile ordentlich einzusacken, unsere lichtspendenden Acetylenbrenner vorzubereiten, etc. Mir scheint, dass wir erst um kurz vor 12 die Höhle betraten.
Joan installierte, ich betrat die Höhle als zweiter und hatte 3 20m Seile dabei um sie später an Joan weiterzureichen, und Txutxe bildete die Nachhut. Zunächst ging es etwa 4 Meter zwischen allerlei vielbeiniger Krabbeltierchen hinab und flux wurde die Umgebung feucht und angenehm kühl. Ab hier seiltem wir uns nun grösstenteils ab – wir konnten zwar an verschiedenen Stellen stehen, doch waren wir wegen der vertikalen Prägung der Höhle stets am Seil gesichert. Unsere ersten beiden Seile massen jeweils 40 Meter und waren an einer Zwischenverankerung miteinander verknoten (mehr Sicherheit), was die Vertikalität unterstreicht. In etwa 60 Meter Tiefe gingen wir nun ein paar horizontale Meter (etwa 15) zu Fuss, bevor wir das nächste 20m Seil installierten, das in nachträglicher Betrachtung jedoch eigentlich gar nicht Not tat. Es ging eine kleine Diagonale hinab bis zu einem etwa 10m tiefen Schacht, an dem wir das nächste 20m Seil installierten. Unten angekommen befanden wir uns in der „grossen“ Galerie, bei der es sich zwar um die grösste, jedoch um eine eher kleine Galerie handelt. Hier fanden wir auch den letzten Schacht, der uns in ein etwa 5 Meter tiefes Loch führte. Um uns hier abzuseilen installierten wir unser letztes 20m Seil – ein nur 10 Meter langes hätte es jedoch auch getan.
Es war zwei Uhr. Wir hatten weder Hunger, noch Essen dabei, tranken etwas Wasser und machten uns in umgekehrter Reihenfolge an den Aufstieg. Txutxe desinstallierte. Nach dem Einsacken der 3 20 Meterseile trug ich diese nach oben, wo ich um 15.00 Uhr ankam. Kurz nach mir tauchte auch der Txutxe auf.
Die Carbonera ist eine kleine Höhle mit der einen oder anderen Formation und mindestens einer durchaus eindrucksvollen Säule. Die längste Abseilung an einem Stück war nur etwa 15m lang, die restlichen in relativ kurze Teilstücke fraktioniert. Es ist schön sie mal gemacht zu haben – gerade auch, weil wir sie so nahe an Manresa haben.

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